Maler/in und Lackierer/in

Maler/-innen und Lackierer/-innen der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung gestalten und beschichten Innenräume und Fassaden von Gebäuden. Sie halten Objekte in Stand oder geben diesen durch Beschichtungen eine neue Oberfläche. Sie legen Böden, errichten Trockenbauwände oder Putzen Innen- bzw. Außenwände. Der Beruf ist äußerst vielfältig und hat einen großen gestalterischen Anteil.

Auszubildende, die einen Ausbildungsvertrag als Maler/-in und Lackierer/in oder Bauten- und Objektbeschichter/in abgeschlossen haben, erfüllen die grundlegende Aufnahmevoraussetzung zur Teilnahme am Berufsschulunterricht. Des Weiteren ist es möglich über ein Einstiegsqualifizierungsjahr(EQJ), welches durch das Arbeitsamt gefördert wird, ein Grundstein für die Ausbildung zum/zur Maler/-in und /Lackierer/-in zu absolvieren.

Der sogenannte Job-Futuromat der ARD und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat jüngst auf Grundlage der Studie von Dengler/Matthes 2015 ermittelt, ob der Beruf des Malers/der Malerin derzeit durch Maschinen teilweise oder ganz zu ersetzen wäre. Das Ergebnis lag mit 29% im niedrigen Bereich, somit ist der Beruf des Malers/der Malerin äußerst zukunftsträchtig. 

Zu Beginn der Ausbildung muss ein über die ganze Ausbildungszeit abgeschlossener Ausbildungsvertrag vorgelegt werden. Darüber hinaus sind…

  • Handwerkliches Geschick und Kreativität
  • Gute körperliche Verfassung
  • Schnelle Auffassungsgabe
  • Kalkulatorische Fähigkeiten
  • Gestalterisches Geschick
  • Teamfähigkeit erwünscht.

Im zweiten Ausbildungsjahr findet eine schriftliche und praktische Zwischenprüfung durch die Prüfungsausschüsse der Handwerkskammer statt.

Am Ende der Ausbildung folgt eine schriftliche und praktische Abschlussprüfung.  In der schriftlichen Prüfung müssen die fachtheoretischen Kenntnisse nachgewiesen werden. Die praktische Prüfung besteht aus der Anfertigung eines Werkstücks unter Aufsicht des Prüfungsausschusses.

Die Schülerin/ der Schüler erhält am Ende der Ausbildung bei entsprechendem Notenbild ein Berufsschulabschlusszeugnis.
Die Handwerkskammer gibt, unabhängig von den Schulzeugnissen, den entsprechenden Gesellenbrief und das Gesellenprüfungszeugnis aus, sofern die Prüfung bestanden ist.

Auszubildende zur/zum Maler-/in und /Lackierer-/in werden im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet. Der Unterricht am Börde-Berufskolleg folgt dem Lernfeldkonzept und findet im Blockunterricht statt (etwa 6 Schulblöcke im Jahr; Dauer: je 2 Wochen; in der Regel einmal drei Wochen).

1. Ausbildungsjahr

Lernfeld 1 – Metallische Untergründe bearbeiten

Lernfeld 2 - Nichtmetallische Untergründe bearbeiten

Lernfeld 3 - Oberflächen und Objekte herstellen

Lernfeld 4 - Oberflächen gestalten

 

2. Ausbildungsjahr

Lernfeld 5 - Schutz- und Spezialbeschichtungen ausführen

Lernfeld 6 - Instandhaltungsmaßnahmen ausführen

Lernfeld 7 - Dämm-, Putz- und Montagearbeitenausführen

Lernfeld 8 - Oberflächen und Objekte bearbeiten und gestalten

 

3. Ausbildungsjahr

Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung

Lernfeld 9 - Innenräume gestalten

Lernfeld 10 - Fassaden gestalten

Lernfeld 11 - Objekte in Stand setzen

Lernfeld 12 - Dekorative und kommunikative Gestaltungen ausführen

 

 

 

Unterrichtsfächer im berufsbezogenen Bereich:

  • Wirtschafts- und Betriebslehre
  • Arbeitsorganisation und Wirtschaftsprozesse
  • Oberflächenbehandlung und Instandsetzung
  • Gestaltung

Unterrichtsfächer im berufsübergreifenden Bereich:

 

  • Deutsch/Kommunikation
  • Religionslehre
  • Sport/Gesundheitsförderung
  • Politik/Gesellschaftslehre

Ansprechpartner/in

Bernd Terhörst


02921 9639-0
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