Inklusion am Börde-Berufskolleg

In einer sich stark verändernden und heterogenen Gesellschaft hat jeder Mensch das Recht, sich individuell entwickeln zu können. Jede Schülerin und jeder Schüler braucht die Möglichkeit, seine Begabungen, Talente oder Möglichkeiten zu entdecken, einzuüben und weiterzuentwickeln. 

Das Börde-Berufskolleg spielt als Regelschule in diesem Bildungs- und Selbstbildungsprozess eine sehr wichtige Rolle. Die Lehrerinnen und Lehrer fühlen sich verantwortlich für die Entwicklung einer lebendigen Schule und ermutigen die Schülerinnen und Schüler, ebenfalls mit all ihren Stärken Verantwortung für sich zu übernehmen. 

Durch Partnerschaftlichkeit, gegenseitigem Verständnis und Wertschätzung sollen sich Jugendliche mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zu selbstbewussten und weitgehend selbstständigen Personen entwickeln können. 

Die Schule steht für eine „gelebte Vielfalt“ - sowohl die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler als auch die der Lehrerinnen und Lehrer wird als bereichernd erfahren.  

Voraussetzungen hierfür sind positive Vorbilder, motivierendes Handeln, ausgebildete Fachkräfte, eine gute Lernatmosphäre, die Bereitstellung entsprechender Bedingungen und notwendiger Ressourcen sowie ein „schülerorientierter Blickwinkel“.

Inklusion wird als ein fortlaufender Prozess verstanden, bei dem zunehmend konstruktiv mit der Vielfalt umgegangen wird. Ziel ist es, Chancengleichheit zu gewährleisten und alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern und zu fordern. Dabei spielen gegenseitige Wertschätzung, Verantwortung füreinander und bewusste Nutzung der Stärken jedes Einzelnen eine bedeutende Rolle. Gemeinsam soll daran gearbeitet werden, dass die Schülerinnen und Schüler zum bestmöglichen Abschluss geführt werden, der vom Erwerb lebenspraktischer Kompetenzen über den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 bis zur allgemeinen Hochschulreife reichen kann. 

In strukturellen Anpassungen sollen diese Ansätze verwirklicht werden. So arbeiten beispielsweise Lehrerinnen und Lehrer in Teams enger miteinander, ein Netzwerk von internen und externen Fachkräften wie Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen bindet die notwendigen Expertisen; ein regelmäßiger Austausch findet unmittelbar in der „Fachkonferenz Inklusion“ statt.

Die Kommunikation innerhalb des Kollegiums wird optimiert; die Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten wird als wichtiges Element betrachtet. Durch ein „Lern-Coaching“ können die Jugendlichen noch individueller begleitet werden; ein „Lern-Zentrum“ bietet den Jugendlichen einen Raum für selbstbestimmtes Arbeiten und Unterstützung. Ebenso werden u. a. durch die Gewährung von Nachteilsausgleichen individuelle Fördermaßnahmen verabredet und umgesetzt. Zudem wird durch ein funktionierendes „Übergangsmanagement“ die Lebensplanung der Schülerinnen und Schüler maßgeblich mitgestaltet.